Spielbericht

Pokalspiel am 11.11.2006 um 15.45 Uhr

LFC Berlin – SC Siemensstadt
Ergebnis: 6:7 n.E.

 

Mit der Motivation im Rücken es dieses Jahr besser im Pokal zu machen als im Vorjahr, wo man in dieser Runde scheiterte, gingen wir optimistisch in die Partie.

Doch von Beginn an fand der SCS nicht ins Spiel. Es fehlte an Sicherheit in allen Mannschaftsteilen. Von Kombinationsfußball kann nicht gesprochen werden. Man hatte den Eindruck, dass jeder den Ball gar nicht erst haben wollte und wenn er ihn dann am Fuß hatte, bloß schnell wieder los werden wollte. Eine grausame Halbzeit unsererseits mit einer kleineren Tormöglichkeit durch Schütte. Die Mannschaft aus Lichterfelde hingegen trat locker und unverkrampft auf. Sie spielte keinen wirklich guten Fußball, doch die Aktionen waren einfach zielstrebiger und schneller. Der Mannschaft war Motivation und Siegeswillen in jeder Sekunde anzumerken. Nur der an diesem Tag wieder einmal herausragende Sibbe bewahrte uns durch mehrere Glanztaten vor einem Rückstand zur Halbzeit.

 

In der Kabine wurde es nun sehr (sehr, sehr, sehr) laut. Den Worten von Dirk war nicht viel hinzuzufügen. Schlechter gings nicht, es konnte also nur besser werden.

Die ersten knapp zehn Minuten der zweiten Hälfte sahen auch recht ansprechend aus. Wir waren präsent und hatten einige gelungene Aktionen, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden. Doch nach diesen Minuten verflachte das Spiel wieder. Wir waren nicht mehr in der Lage Druck auszuüben. Den Spielern aus Lichterfelde gelang auch nichts mehr und ihnen schien mehr und mehr die Kraft auszugehen. Bis zur 80. Minute plätscherte das Spiel dann so vor sich hin. Wir hatten durch Chris noch eine 100%ige Möglichkeit, die jedoch ebenso vergeben wurde wie der Angriff über Fabi, dem es von der Grundlinie nicht gelang einen simplen Rückpass auf einen nachrückenden SCS-Spieler zu bringen, den dieser nur noch hätte einschieben müssen. Zehn Minuten vor Schluss sah Wall wegen einer angeblichen Schwalbe Gelb/Rot. Doch noch in der gleichen Spielminute gingen wir durch ein Eigentor nach einer Ecke mit 1:0 in Führung. Obwohl wir in Unterzahl spielten hatte keiner das Gefühl, dass der LFC noch einmal zurückkommen konnte. Doch kurz vor Schluss fand eine Flanke einen Lichterfelder Stürmer, der trotz Bedrängnis zum Ausgleich einnicken konnte. Somit ging es in die Verlängerung.

Dass wir das Fußballspielen nicht verlernt haben, sah man in diesen 30 Minuten. Trotz Unterzahl kamen die Gastgeber kein einziges Mal mehr gefährlich vor unser Tor, während wir durch Dirk, Carsten und Polli noch gute Chancen besaßen. Letztlich ging es aber ins Elfmeterschießen. Nachdem von beiden Mannschaften der erste Schütze vergab, trafen die weiteren vier jeweils (auf SCS Seite: Micha, Fabi, Dirk und Chris). Nachdem auch Valerij und Oli sicher einschoben war es, wie sollte es an diesem Tag auch anders sein, Sibbe, der uns mit seinem gehaltenen Elfer in Jubelstürme versetzte.

 

Fazit:

Wir haben gegen eine junge und hochmotivierte Mannschaft die nächste Runde im Pokal erreicht. Das ist das Positive an diesem Tag. Die Art und Weise war insgesamt sicherlich glücklich und nicht wirklich verdient. Es ist jedoch das erste Mal in dieser Saison, wo wir schlecht spielen und trotzdem gewinnen. Den Sieg haben wir zu großen Teilen Sibbe zu verdanken, der in der ersten Hälfte eine Galavorstellung zeigte und auch danach, als er kaum noch gefordert wurde, lautstark seine Vorderleute antrieb und einteilte. Da hat sich einmal mehr gezeigt, wie wertvoll es ist einen der besten (wenn nicht sogar den besten) Keeper der 3. Männer zu haben.

Anders muss die Kritik der übrigen Mannschaft ausfallen, die durch die Bank unter ihren Möglichkeiten spielte. Speziell von Fabi kam aus dem Mittelfeld viel zu wenig, um nicht zu sagen gar nichts. Es war sein vielleicht schlechtestes Spiel für den SCS, da er es in 120 Minuten auf eine gute Aktion brachte – den Elfmeter.

Trotzdem wird uns dieser Sieg viel Selbstvertrauen geben. Wir haben schlecht gespielt und trotzdem gewonnen und werden in den nächsten Wochen definitiv anders auftreten, da einige Spieler was gutzumachen haben. Somit gehen wir gestärkt und selbstbewusst in die nun kommenden Spitzenspiele in der Liga.


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