Spielbericht 

Meisterschaftsspiel am 05.11.2006 um 10.00 Uhr

SC Siemensstadt – TSV Rudow
Ergebnis: 5:2

Nach der schwachen Leistung in der Vorwoche konnte es heute eigentlich nur besser werden. Da auch die Angeschlagenen in den Kader zurückkehrten gingen wir sehr zuversichtlich in die Begegnung.

In den ersten Minuten neutralisierten sich jedoch beide Mannschaften. Mehr Ballbesitz war wohl beim SCS zu erkennen, doch außer einer Großchance nach bereits 30 Sekunden sprang nicht viel heraus. Umso überraschender war die Führung der Gäste. Nach einem Fehler im Spielaufbau konnte sich der Rudower Stürmer gegen zwei SCS-Spieler durchsetzen und zum 1:0 einschießen. Kurz geschockt agierten wir nun zielstrebiger, waren bissiger in den Zweikämpfen und zeigte mehr Laufbereitschaft. Folgerichtig übernahmen wir das Spielgeschehen und erspielten uns einige Torchancen. Nach einer gut getimten Ecke von Patrick war es Polli, der per Kopf zum 1:1 traf. Auch die folgenden Minuten wurden vom SCS bestimmt, so dass die 2:1 Führung, ebenfalls durch Polli, als verdient anzusehen ist. Das Tor war sehr sehenswert, um nicht zu sagen geil, da er den Ball mit der Brust annahm und ihn mit einem Seitfallzieher (mit dem linken Fuß) in die Masche drosch! Kurz vor der Halbzeit hatten wir das Glück und das Können von Sibbe noch einmal auf unserer Seite. Bedingt durch den Dauerregen rutschte ein ungefährlicher Ball durch zwei Verteidiger des SCS hindurch und fand einen startenden Rudower Stürmer. Doch Sibbe spielte in der 1 gegen 1 Situation seine Klasse aus und sicherte uns mit diesem Monstersave die knappe Pausenführung.

In der Pause konnten wir uns nicht all zuviel vorwerfen. Jedoch wollten wir in der Vorwärtsbewegung noch schneller und zielstrebiger agieren, um die unsicher agierende Hintermannschaft von Rudow noch mehr in Verlegenheit zu bringen.

Allerdings setzten die Gäste wiederum das erste Zeichen der Halbzeit. Sie erzielten nach etwa zehn gespielten Minuten den Ausgleich. Ein bitterer Beigeschmack bleibt bei dem Tor jedoch, da der Rudower Stürmer drei bis vier Meter im Abseits stand. Da beide Mannschaften mit dem Abseitspfiff des Rudower Spielers (der für den nicht erschienenden Schiedsrichter eingesprungen war) rechneten, blieben alle Beteiligten zunächst kurz stehen. Der Rudower „schaltete“ dann am schnellsten und netzte ein. Nun wurde die Partie sehr hektisch und aggressiv, wobei speziell der SCS die Aggression in unglaubliche Laufbereitschaft und Siegeswillen ummünzte. Folgerichtig markierte Fabi die erneute Führung. Auch die weiteren Minuten blieben ruppig. Doch wir ließen nun defensiv nichts mehr anbrennen, standen sicher und marschierten weiter Richtung Entscheidung. Diese besorgte wiederum Fabi als er eine Ablage von Polli aus knapp 20 Metern unhaltbar in die Maschen hämmerte. Den Schlusspunkt setze dann noch einmal Polli, der einen katastrophalen Querpass eines Gästeverteidigers abfing und dem Torwart keine Chance ließ.

Fazit:

Es war ein sicherlich verdienter Sieg. Am Anfang merkte man uns allerdings eine leichte Verunsicherung nach dem Spiel in der Vorwoche an. Hinzu kam, dass keiner genau wusste, wie fit die Angeschlagenen oder gerade erst wieder in den Kader Zurückgekehrten waren. Doch je länger das Spiel dauerte umso sicherer wurden wir und fanden schließlich zu gewohnter Stärke zurück. Einmal mehr zeigte Polli seine glänzende Verfassung in dieser Saison. Er war mit drei Toren und zwei Vorlagen „Man of the Match“!!!  (Polli, you´re the maaaaaan!!!!!!!!!)

Ein Wort noch zum Schiedsrichter. Wer den Spielbericht gegen Stern 1900 gelesen hat, wird wissen, dass wir in diesem Spiel den Unparteiischen stellten, der absolut neutral pfiff. Kritische Entscheidungen so traf, wie er sie aus seiner Sicht sah und auch vor einem Platzverweis in einer entscheidenden Phase gegen „seine“ Mannschaft nicht zurückschreckte. Dass diese Fairness zumeist Einzelfälle sind hat sich heute wieder einmal bewahrheitet. Es war eine faire Partie, in der der Schiri nicht viel falsch machen konnte. Doch gerade die ein, zwei heiklen Situationen machen einen wirklichen Unparteiischen aus. Wie man ein solches Abseitstor geben kann bleibt unverständlich. Da nützt es einem auch nicht, wenn nach dem Spiel gesagt wird: „Ihr hattet ja Recht. Es war schon Abseits.“ Das Tor wurde gegeben, und nur das zählt. Dass es schwer ist „seine“ Mannschaft zu pfeifen ist unbestritten, trotzdem ist so eine Entscheidung nicht nachzuvollziehen.

Dennoch soll an dieser Stelle eine Entschuldigung an den Schiedsrichter und die Rudower Mannschaft ausgesprochen werden. Und zwar für das, was sich im Anschluss an das Abseitstor abspielte. Das war nicht korrekt von unserer Seite. Begründet liegt diese Reaktion sicherlich darauf, dass wir zum wiederholten Male in dieser Saison in unfassbarer Weise durch den Schiedsrichter benachteiligt wurden.


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