Spielbericht

Meisterschaftsspiel am 24.09.2006 um 10.00 Uhr

SC Siemensstadt – FC Stern Marienfelde
Ergebnis: 4:1

Nach den Vorkommnissen aus der Vorwoche hat man schon am Donnerstag beim Training gemerkt, dass heute eine andere Siemensstädter Mannschaft auf dem Platz stehen wird. Wir waren alle recht pünktlich vor Ort, machten uns recht kurz aber sehr intensiv und konzentriert warm und gingen hochmotiviert ins Spiel. Die Vorbereitung machte sich auch schnell bemerkbar. Wir übernahmen sofort die Initiative, waren in allen Mannschaftsteilen unglaublich lauf- und zweikampfstark, dazu äußerst bissig und aggressiv (im positiven und fairem Sinne). Daraus resultierten schöne Spielzüge und viele gelungene Aktionen. Gleich die erste gefährliche Situation verwerteten wir zur 1:0 Führung. Einen Ball von außen nahm Fabi mit der Brust an und drosch ihn volley aus 16 Metern in die Maschen. Die Freude über die frühe Führung war groß und führte zu noch mehr Selbstvertrauen. Wir spielten äußerst stark weiter. Stern Marienfelde war zu diesem Zeitpunkt völlig überfordert. Die Spieler rannten uns nur hinterher, von einem eigenen Offensivspiel konnte nicht gesprochen werden. Ganz im Gegenteil, es spielte nur der SCS und ging nach zehn Minuten schon mit 2:0 in Führung. Eine schöne Flanke von Patrick köpfte Oli unhaltbar unter die Latte. Und wir wirbelten weiter. Kurze Zeit später setzten wir uns auf der linken Seite schön durch, Micha passte den Ball optimal auf Polli, der ihn uneigennützig quer auf Matze legte, der diesen wiederum souverän ins lange Eck schoss. Nach nicht einmal 20 Minuten stand es 3:0. Dies sicherlich auch nicht unverdient. Und es ging weiter. Nur wenige Minuten nach dem dritten Treffer setzten wir uns durch schnelles und direktes Spiel wieder auf der linken Seite durch, den Querpass auf Fabi konnte dieser völlig freistehend jedoch nicht zum vierten Tor nutzen. Es folgte die eigentlich einzige unschöne Aktion des Spiels. Ein langer Abstoß des Marienfelder Torwarts sprang weit in unserer Hälfte auf und flog weiter Richtung 5 Meterraum, wo Sibbe fangbereit hochstieg. Der Marienfelder Stürmer stieg ebenfalls hoch und drosch den Ball in Volleyballmanier ins Tor. Für den Schiedsrichter aus Marienfelde, der für den nicht erschienenen Angesetzten einsprang und seine Sache sehr anständig machte, äußerst schwer zu sehen, da die Sonne sehr tief stand. Er machte das einzig richtige und fragte den eigenen Stürmer. Dieser verneinte jedoch mit der Hand am Ball gewesen zu sein, so stand es plötzlich „nur“ noch 3:1. An dieser Stelle keinen Vorwurf an den Schiri, aber unter Fair Play versteht man etwas anderes Nr. 14!!! Es folgten zehn äußerst harte und umkämpfte Minuten. Beide Mannschaften schenkten sich nun nichts, es gab viele Unterbrechungen, doch wirklich böse Fouls waren nicht dabei. Auch in dieser Phase waren wir permanent torgefährlich und hatten durch Chris (2x) und Oli weitere 100%ige Torchancen, die jedoch alle vergeben wurden. Es ging mit dem 3:1 in die Kabine, mit dem Marienfelde sehr gut bedient war.

Es folgten zum ersten Mal in dieser Saison lobende Worte von Dirk in der Halbzeit. Bis auf die Chancenverwertung war es ein fast perfekter Auftritt.

In der zweiten Halbzeit schalteten wir einen Gang zurück, ohne jedoch das Spiel aus der Hand zu geben. Den äußeren Temperaturen entsprechend spielten wir sehr ökonomisch. Es gab auf beiden Seiten kaum noch Großchancen. Kurz vor Schluss setzten wir nach einem Konter, aus zugegebenermaßen sehr abseitsverdächtiger Position, den Schlusspunkt zum 4:1 durch Polli nach schöner Vorarbeit von Micha und Matze.

Fazit:

Endlich haben wir uns mal an die guten Vorsätze gehalten, uns pünktlich getroffen und gut aufgewärmt. Was folgte war eine unglaublich starke erste Halbzeit, besonders die ersten 20 Minuten war das Beste, was man sei langer Zeit vom SCS gesehen hat. So sollte es weiter gehen, schon nächste Woche sollten wir an die heutige Leistung und Einstellung anknüpfen.

Bei aller Freude über die heutige Leistung sollte jedoch auch nicht vergessen werden, dass eigentlich kein Spieler von Marienfelde an seine Normalform herankam. Diese Truppe kann wohl wesentlich mehr als sie heute gezeigt haben.

Ein Dank gilt noch einmal dem Schiedsrichter, der seine Sache wirklich gut gemacht hat. Beide Mannschaften machten es ihm aber Gott sei Dank auch nicht besonders schwer, ausgenommen die angedeutete Szene aus Halbzeit eins.


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