Spielbericht

Meisterschaftsspiel am 26.08.2006 um 16.00 Uhr

Köpenicker SC– SC Siemensstadt
Ergebnis: 1:3

Mit zwei Siegen im Rücken machten wir uns auf den langen Weg zum Spitzenspiel zum Köpenicker SC, der bisher auch verlustpunktfrei war. Bis zum Anpfiff war nicht klar in welcher Besetzung wir antreten werden, da einige Spieler arbeiten mussten oder aus anderen Gründen verhindert waren am Samstag zu spielen. Schließlich waren wir fünf Minuten vor Spielbeginn doch komplett und vermissten mit Matze und Sibbe nur zwei Spieler. Dennoch war es wieder nicht möglich sich gemeinsam aufzuwärmen und auch Dirk hatte wieder keine Möglichkeit einige Worte an alle Spieler vor Spielbeginn zu richten.

Wie schon in der Vorwoche rächte sich diese schlechte Spielvorbereitung. Der Köpenicker SC begann druckvoll und war wacher als wir. Sie erspielten sich ein Übergewicht im Mittefeld, gewannen mehr Zweikämpfe und waren die dominierende Mannschaft. Nach einem schönen Pass auf einen Köpenicker Stürmer stand dieser plötzlich alleine vor dem Tor, doch Benni, der Sibbe erstklassig vertrat, machte diese Großchance mit einem tollen Reflex zunichte. Diese Situation schien uns etwas aufzurütteln. Wir standen nun besser, nahmen die Zweikämpfe besser an und waren im Spiel angekommen. Kurze Zeit nach der Großchance für Köpenick stand nach einer schönen Kombination im Mittelfeld Wall alleine vor dem gegnerischen Torwart. Leider verfehlte sein Schlänzer den Kasten um Millimeter. Sonst passierte in der ersten Hälfte nicht mehr viel. Defensiv standen wir hervorragend und ließen nichts mehr zu, offensiv jedoch lief bis auf Wall´s Chance wenig zusammen. Das Prädikat Spitzenspiel hatte die erste Halbzeit definitiv nicht verdient. Es ging wie in der Vorwoche mit einem 0:0 in die Halbzeit, wobei unsere ersten zehn Minuten als desolat zu bezeichnen sind.

Der erste an diesem Nachmittag auf Siemensstädter Seite, der verstanden hatte, worum es in diesem Spiel ging, schien Dirk gewesen zu sein. Sehr deutlich und lautstark teilte er uns mit, was er von der Spielvorbereitung und den daraus resultierenden ersten 45 Minuten hielt. Genauere Details bleiben aber mannschaftsintern.

Als ob wir elf Mal gewechselt hätten begannen wir die zweite Halbzeit. Äußerst aggressiv und laufstark erspielten wir uns schnell ein Übergewicht und waren die dominierende Mannschaft. Köpenick konnte sich nicht mehr lösen, konnte nur noch reagieren und versuchte in dieser Phase lediglich das Remis zu halten. Auffallen konnte lediglich noch ein Köpenicker Stürmer, der scheinbar gerade Flugunterricht nimmt. Seine Schwalben waren wirklich schön anzusehen – Kompliment!

Unsere Überlegenheit spiegelte sich auch schnell in Chancen nieder. Die erste große Möglichkeit konnten wir leider noch nicht verwerten. Pollis Kopfball verfehlte das Tor äußerst knapp. Wenige Minuten später war es dann aber soweit. Nach einem schönen Zusammenspiel über die rechte Seite erreichte Patricks gut getimte Flanke den heransprintenden Chris, der den Ball direkt versenkte. Ein gut herausgespieltes Tor und in dieser Phase der sicherlich verdiente Führungstreffer. In der Folgezeit ruhten wir uns nicht auf diesem Vorsprung aus, sondern agierten weiter sehr druckvoll und dominierten das Spiel eindeutig. Die Mannschaft aus Köpenick kämpfte verbissen, war in der Offensive jedoch chancenlos. Wir verbuchten in den folgenden Minuten weitere schöne Spielzüge, die stets für Gefahr sorgten. Einer dieser Angriffe führte dann auch zum verdienten 2:0. Diesmal wurde Polli mustergültig eingesetzt, der den Ball volley mit links in die Maschen drosch. Unsere Freude war groß, da wir Spiel und Gegner im Griff hatten, 2:0 führten und eindeutig auf der Siegerstraße waren. Doch plötzlich wurde es noch einmal spannend. Ein Köpenicker Freistoß segelte in unseren Strafraum. Wall bekam den Ball an den Oberschenkel, von da sprang er ihm an die Brust und touchierte vielleicht seinen angelegten Arm leicht. Der Schiedsrichter, der einige unglückliche Entscheidungen auf beiden Seiten traf, pfiff in dieser Situation Elfmeter. Der Köpenicker Flugschüler trat an und versenkte. Es sollte der einzige gefährliche Torschuss für Köpenick in der zweiten Halbzeit bleiben. Jedoch wurde das Spiel nun sehr hektisch, woran der Schiedsrichter mit seinen Entscheidungen nicht unschuldig war. Wir behielten jedoch die Ruhe, spielten konzentriert weiter und waren weiterhin die agierende Mannschaft. Kurz vor Schluss, machte Fabi, nach einem Schönen Pass von Micha, mit seinem 3:1 Kontertor alles klar.

Fazit:
Das, was nun wiederholt vor dem Spiel passierte, ist besprochen und sollte nicht mehr vorkommen.

Zufrieden können wir mit dem Ergebnis und den zweiten 45 Minuten sein. Desolat waren die ersten zehn, äußerst schwach die übrigen 35 Minuten von Halbzeit eins.

Sicherlich war die Tatsache auf dem vielleicht größten Rasenplatz Berlins spielen zu müssen eine Umstellung für uns, dennoch sollte ein solcher Leistungsabfall nicht passieren. Zum Glück schaffen wir es jedoch permanent über 90 Minuten defensiv sehr stark zu stehen, so dass das fehlende Offensivspiel keine größeren Auswirkungen hat. Außerdem hat sich erneut gezeigt, dass das hohe Tempo im Training unserer Kondition sehr gut tut. (Also weiter so Dirk)

Nach drei Spieltagen stehen wir nun mit neun Punkten ganz oben in der Tabelle, haben das erste Spitzenspiel der Saison verdient und zumindest in der zweite Halbzeit überzeugend gewonnen. Wer hätte das vor drei Wochen gedacht…?


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